HERZLICH WILLKOMMEN

Zentrum für verfolgte Künste in Solingen

Das Zentrum für verfolgte Künste ist ein Entdeckungsmuseum und widmet sich ausschließlich Künstler:innen deren Entfaltungsmöglichkeiten und Werke durch die Diktaturen des letzten Jahrhunderts und totalitäre Regime bis in die Gegenwart hinein blockiert, verhindert oder vernichtet wurden. Es ist ein gattungsübergreifendes Museum und erzählt in seiner Kunst- und Literatursammlung von verschollenen, verlorenen, kaum berücksichtigten Kunstwerken, Geschichten und Schicksalen.

AUSSTELLUNGEN

Aufschrei der Kunst: „... und laut zu sagen: Nein.“

Drei Ausstellungen im Zentrum für verfolgte Künste versammelten sich im Frühjahr und Sommer 2021 unter dem Tucholsky Zitat „… und laut zu sagen: Nein.“ Kurt Tucholsky veröffentlichte seine düstere prophetische Mahnung 1921: „Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.“ Alle drei Ausstellungen zeigten Strategien, sich unter den Bedingungen der mörderischen Diktatur des NS-Systems die Individualität zu bewahren, sich der Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus zu widersetzen, laut oder leise „Nein“ zu sagen.

AUSSTELLUNGEN: 18. November 2021 - 13. Februar 2022

„Kunst kennt keine Grenzen"

Drei Ausstellungen im Zentrum für verfolgte Künste

Ab dem 18. November 2021 zeigt das Zentrum für verfolgte Künste drei Ausstellung, die sich alle unter dem Titel „Kunst kennt keine Grenzen” zusammenfassen.

Der Künstler Manaf Halbouni zeigt im Zentrum seine das gesamte Museumsgebäude umfassende Installation ZONE.
Die Künstlerin Anna VanMatre widmet ihre Serie „To Those Who Fight” 14 Held:innen, die im Krakauer Ghetto gegen die Nazis kämpften.

Und anlässlich des 150. Geburtstag von Heinrich Mann zeigen wir in der Literaturabteilung des Hauses eine Schau aus Erstausgaben, Fotografien und Ego-Dokumenten.

 

Für den Besuch der Ausstellungen gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen).

Ausnahmen: Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gilt die 3G-Regel. Schüler:innen unter 16 Jahren gelten als getestet. Als Nachweis bitten wir um die Vorlage eines Schüler:innenausweises.

Es gelten weiterhin die Maskenpflicht, Abstands- und Hygieneregelungen der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW.

AUSSTELLUNG

Dauerausstellung

des Zentrums für verfolgte Künste

Die vielstimmige Sammlung des Zentrums ist in einer Dauerausstellung präsent,

der Fundus umfasst mehr als 5000 Kunstwerke, Literatur und Bilder von 1933 bis in die Gegenwart – von der verfemten, den Nazis als „entartet“ diffamierten Kunst bis zum Theaternachlass des Dissidenten Vaclav Havel.
Hier können Besucher:innen verschollene, verlorene, geächtete Kunstwerke, Geschichten und Schicksale entdecken.

 

Für den Besuch der Ausstellung gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen).

Ausnahmen: Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gilt die 3G-Regel. Schüler:innen unter 16 Jahren gelten als getestet. Als Nachweis bitten wir um die Vorlage eines Schüler:innenausweises.

Es gelten weiterhin die Maskenpflicht, Abstands- und Hygieneregelungen der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW.

AUSSTELLUNG: seit 8. Mai 2021 bis auf weiteres im Zentrum für verfolgte Künste

„... und laut zu sagen: Nein.“

Formen, Strategien und Bedingungen des Widerstands gegen das NS-System in Solingen, Ausstellung des Max-Leven-Zentrum Solingen e.V.

Das Max-Leven-Zentrum hat sich nach dem in der Pogromnacht im November 1938 ermordeten Solinger Kulturkritiker Max Leven benannt und ist eine im Aufbau befindliche Bildungs- und Gedenkstätte. Die Ausstellung zeigt das Wirken und Scheitern des Widerstands gegen das NS-System sowie die Auswirkungen fehlenden Widerstands auf lokaler Ebene.

AUSSTELLUNG: 18. November 2021 bis 13. Februar 2022

Anna VanMatre. To Those Who Fight...

To Those Who Fight… ist 14 Held:innen gewidmet, die im Krakauer Ghetto gegen die Nazis kämpften. Anna VanMatre bezieht sich auf Katarzyna Zimmerers Buch Die Chronik einer ermordeten Welt. Die Ausstellung wurde für das Galizische Jüdische Museum in Krakau geschaffen und im Herbst und Winter 2021/2022 bei uns in der Grafikabteilung des Museums erstmals außerhalb Polens gezeigt. Nach den drei Ausstellungen im Sommer bereichert To Those Who Fight… das Programm um die politische Perspektive zum Widerstand gegen das NS-Regime

AUSSTELLUNG: 18. November 2021 bis 13. Februar 2022

Manaf Halbouni: ZONE

Manaf Halbouni schränkt uns ein: Mit seiner Installation ZONE – einer kritischen Reflexion unserer Gegenwart – lässt er die Besucher:innen erfahren, wo (ihre) Grenzen liegen. Historische Motive der Dauerausstellung verdichten sich mit den stets gegenwartskritischen Arbeiten des Künstlers zu einer Konfrontation mit dem Geschehen an den Grenzen Europas.

Die Bürgerstiftung für verfolgte Künste

Im Zentrum für verfolgte Künste berichten Bilder, Bücher, Zeitschriften, Dokumente, Fotos über kaum bekannte Geschichten von Flucht, Vertreibung, Verfolgung – aber auch davon, wie Kunst Hoffnung geben kann. In der Dauerausstellung der Kunst- und Literatursammlung des Museums, der Bürgerstiftung für verfolgte Künste – Else Lasker-Schüler-Zentrum – Kunstsammlung Gerhard Schneider und im Archiv können auf über 700 qm 3.500 Objekte entdeckt werden.

Veranstaltungen und Führungen

Als Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung der Corona Pandemie bieten wir bis zum Ende des Jahres 2021 zu unseren Ausstellungen sonntags keine öffentlichen Führungen im Museum Zentrum für verfolgte Künste an. Gerne können Sie eine private Führungen bei uns anfragen.

 

Für die Teilnahme an einer Veranstaltung oder einer Führung ist eine Anmeldung unter info@verfolgte-kuenste.de oder telefonisch im Museum unter +49 212 258 1418 erforderlich.

 

Bei Veranstaltungen gilt 2G+ (geimpft + getestet oder genesen + getestet). Bitte neben den oben genannten Nachweisen ein tagesaktuelles negatives Testergebnis (nicht älter als 24 Stunden) bereit halten. 

Videos und Filme aus dem Museum

Direkt nach seiner Gründung erweiterte das Zentrum für verfolgte Künste durch den gemeinsam mit dem MOCAK Museum für Gegenwartskunst Krakau produzierten Kino-Dokumentarfilm Kichka. Life Is a Cartoon seine Ausdrucksformen. Ebenfalls seit Gründung arbeitet das Zentrum an dem Projekt Auschwitz und Ich der ARD mit. Die Begleitung von Projekten, Ausstellungen und Veranstaltungen durch Filme ist zu einem integralen Bestandteil des Museumsprogramms geworden. Hier finden Sie viele unserer Filme und Videobeiträge…

Soundbites und Podcasts aus dem Museum

Im ersten Lockdown der Corona Pandemie, im April 2020, hat das Zentrum für verfolgte Künste eine Podcast Reihe gestartet. Aus der in der Not geborenen Aktion wurde ein festes und beliebtes Programm. Die Podcasts stellen Künstlerinnen und Künstler der Sammlung der Bürgerstiftung für verfolgte Künste vor, reagieren aber auch auf aktuelle gesellschaftliche Themen, wie die Black Lives Matter Bewegung und die Denkmalstürze in den USA, Comics im Dritten Reich oder die amerikanische Fotografin Lee Miller.

Offenes Museum für alle #Barrierefreiheit

Für Museen ist es eine Verpflichtung, sich aktiv an der Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft zu beteiligen. Wir möchten „ein offenes Museum für alle!“ sein. Noch bestehen leider viel zu viele Barrieren und seit einem Jahr arbeiten wir an einem Maßnahmenprojekt zur Barrierefreiheit, Zugänglichkeit, Inklusion und Diversität im Zentrum für verfolgte Künste, ermöglicht durch die Förderung kultureller Netzwerke und kultureller Einrichtungen aus Mitteln der LVR-Sozial- und Kulturstiftung. Um einen pluralistischen, partizipativen Ort für alle schaffen zu können, ist es unser Ziel, Barrieren und Hemmschwellen des Museums zu identifizieren, sichtbar zu machen und abzubauen.

Förderkreis Zentrum für verfolgte Künste

#Wir_erinnern_Wir_gestalten!

Anlässlich des 5. Geburtstags des Museums wurde am 6. November 2020 ein Verein zur Unterstützung und Bereicherung des Programms gegründet. In den Vorstand wurden Sebastian Greif, Barbara Antonia Löcherbach, Sylvia Löhrmann (Vorsitzende) und Uli Preuß gewählt.
Ohne das Engagement Solinger Bürger:innen wäre diese Gründung nicht möglich gewesen. Ziel des Vereins ist es, interessierte Menschen aus Solingen und Umgebung zusammenzubringen und das kulturelle Leben der Stadt mitzugestalten. Möchten auch Sie sich in den neu gegründeten Verein einbringen und unser Museum unterstützen? Dann wenden Sie sich bitte an foerderkreis@verfolgte-kuenste.de #Wir_erinnern_Wir_gestalten!

“לחיים L’CHAIM - AUF EIN WORT|FESTIVAL“ Oktober 2021

Düsseldorf – Köln – Solingen – Venedig

L’chaim heißt: Auf das Leben! Auf ein Wort heißt unser Festival jüdische Autor:innen und Akteur:innen zu einem lebhaften Dialog willkommen. Wo Lesen und Leben in eins fallen, dürfen Essen und Getränke nicht fehlen – so werden wir im Oktober 2021 gemeinsam diskutieren, rezitieren und dinieren. Mit Unterstützung durch den Verein 321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.

SEVEN PLACES -
Sieben Orte in Deutschland

SEVEN PLACES ist eine Online-Ausstellung, des Zentrums für verfolgte Künste mit Unterstützung des Holocaust and the United Nations Outreach Programme der UNO. Als multimediale Bildungsquelle zur Erinnerung und Aufklärung und als Netzwerk aus internationalen Partner:innen lädt auch die Online-Ausstellung zu Entdeckungen ein: Mit Hilfe eines Zeitstrahls hält sie die Erinnerung an die Shoah, ebenso lebendig wie den laufenden Diskurs über die Erinnerungskultur. Als Besucher:innen können Sie sich durch die Zeit und an Orte der Erinnerung scrollen, anschaulich nachvollziehen wie sie entstanden sind, wie sie sich verändert haben, wie sie zum Teil zerstört und wie sie wieder zum Leben erweckt wurden.

Was für ein Jahr!

Das vergangene Jahr war für uns alle eine Herausforderung, hat uns auf uns selbst zurückgeworfen und neue Perspektiven eröffnet. Im Museum hatten wir viele Veranstaltungen geplant und haben einige davon absagen müssen, allerdings auch neue, innovative Ideen unter den veränderten Bedingungen umsetzen können. Mit unserem Jahrbuch können Sie gemeinsam mit uns auf das Jahr 2020 zurückblicken, sich mit uns erinnern und vielleicht die ein oder andere Entdeckung machen. Wir wünschen Ihnen viel Freude damit!