Podcast – Aus der Isolation

Podcast – Aus der Isolation

Wir haben einen Podcast für Sie eingerichtet.

Von nun an werden wir regelmäßig in kurzen Beiträgen über einzelne Werke unserer Sammlung, die Museumsarbeit, Fragen der Erinnerungskultur und über Themen und Motive unserer Ausstellungen sprechen.

Folgenübersicht

Ein Museum ist kein politischer Akteur – hat aber eine gesellschaftliche Bedeutung und eine Haltung: GEGEN RASSISMUS! Der Podcast ‘Black Lives Matter – Denkmalsturm’ von Jürgen Kaumkötter, ab dem #podcastmittwoch auf SoundCloud.


#maskeundmaskerade – in unserem neuen Podcast erfahren Sie alles über unsere Teilausstellung Maske und Maskerade und Ihre Möglichkeiten, daran teilzuhaben.


Es hätte der feierliche offizielle Start der Bildungs- und Gedenkstätte Max-Leven-Zentrum Solingen werden sollen: für den 7. Mai 2020 war die Eröffnung der Ausstellung „… und laut zu sagen: Nein.“ im Zentrum für verfolgte Künste geplant. 63 Tafeln, fünf Medienstelen und verschiedene Ausstellungs-Objekte sollten über lokale Formen, Strategien und Bedingungen des Widerstands gegen das NS-System in Solingen informieren und darüber, welche Folgen ausbleibender Widerstand hatte. Bis zum 13. September 2020 waren zahlreiche Veranstaltungen, Workshops, Vorträge, Filme und Führungen geplant.

Im 10. Podcast unserer Serie Aus der Isolation zu Max Leven geht es vor allem um seine Tätigkeit als Kunstkritiker für die „Bergische Arbeiterstimme“ und seine Leidenschaft für die großen Meister der klassischen Musik, die er den Arbeiterchören ans Herz legte – als Expert*innen sind Daniela Tobias und Dr. Horst Sassin zu Gast.


In der neunten Folge unseres Podcasts erinnern wir an Henri Kichka, der am 25. April diesen Jahres an COVID-19 verstarb.

“Der vielleicht bekannteste Holocaust-Überlebende Belgiens ist tot. Henri Kichka, der als Jugendlicher insgesamt neun NS-Lager überlebt hatte, verstarb am Wochenende im Alter von 94 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. ‘Ein kleines Coronavirus hat geschafft, woran die ganze Nazi-Armee gescheitert ist’, erklärte sein Sohn, der israelische Karikaturist Michel Kichka.” vermeldete die Jüdische Allgemeine am 26.04.2020.

Der Karikaturist Michel Kichka widmete seinem Vater nicht nur mit der Graphic Novel Zweite Generation: Was ich meinem Vater nie gesagt habe (Deuxième génération: ce que je n’ai pas dit à mon père) sondern auch mit vielen Zeichnungen und Comics einen immensen Teil seiner Arbeit. Einige seiner aktuellen Werke und die Originalzeichnungen und -Skizzen zur Zweiten Generation sehen Sie derzeit in unserer Ausstellung Aus der Isolation, in der wir einem Raum ausschließlich dem Gedenken an Henri Kichka gewidmet haben.

Auch unseren Dokumentarfilm “Kichka. Life Is a Cartoon” werden wir bald wieder zeigen, doch nun: hören Sie selbst…


“Ich habe manchmal Heimweh.
Ich weiß nur nicht wonach…”

Seit dem #podcastmittwoch ist die nunmehr 8. Folge unseres Podcasts zu hören, die mit Mascha Kaléko eine weitere Ausnahmekünstlerin vorstellt. Seit dem 09. Mai 2020 hat mit unserem Museum auch seine Literatursammlung wieder geöffnet, die Mascha Kaléko ebenso würdigt, wie andere Autor*innen, die ins Exil fliehen mussten.


An dieser Stelle möchten wir Birte Fritsch in unserem Team begrüßen, die seit Januar für das Museum Zentrum für verfolgte Künste tätig ist und seit April nun seine Kuratorin.

In ihren Podcasts wird sie ganz explizit KünstlerINNEN vorstellen – warum, das verrät sie in ihrer nächsten Folge.
Diese Woche erinnert sie an die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau heute vor 75 Jahren, am 29. April 1945, und an eine Ausnahmekünstlerin, deren Fotografien und Zeitdokumente lange Zeit in Vergessenheit geraten waren.

Lee Miller in Adolf Hitlers Badewanne. Aufgenommen – nach genauen Anweisungen und Stellproben durch die Abgebildete – von David E. Sherman.
Lee Miller in Hitler’s apartment at 16 Prinzregentenplatz.
© Lee Miller Archives, England 2020. All rights reserved. leemiller.co.uk.

Diese Woche erinnerten wir unter dem Hashtag #weremember in den Sozialen Medien, wie Facebook, Instagram und Twitter an Felix Nussbaum. In unserem Podcast vertiefen wir dies und stellen seine „Trostlose Straße“, die rue triste, in den Mittelpunkt. Entstanden zwischen 1928 und 1930 könnte es sich um eine Zeitkritik bestehender Krisen am Vorabend der Machtergreifung ebenso handeln, wie um eine dunkle Vorahnung dessen, was da noch kommen sollte.
Felix Nussbaum starb 1944 in Auschwitz.


Der Arbeitersohn, Kommunist und spätere Remscheider Oberbürgermeister Gustav Flohr (1895–1965) war zutiefst geprägt vom Kampf gegen den Faschismus und vom Systemkonflikt des 20. Jahrhunderts. Der Politologe Jörg Becker hat Flohrs unveröffentlichte Schriften ediert und kommentiert, darunter hochinteressante Briefe und Notizen über die inneren Verhältnisse des Deutschen Reichs, die NS-Verfolgung und den linken Widerstand gegen Hitler.

Während der Ausstellung Écrasez l’infâmeZermalmt das Infame hätte es im Rahmen einer Buchpräsentation Gelegenheit gegeben, die Gustav Flohrs Lebensweg in Zusammenhang mit den Biographien zeitgenössicher Künstler*innen und anderen Widerstandskämpfer*innen zu sehen. In der Vielfalt des aktiven Widerstandes spielten sie alle eine wichtige Rolle.


Wie jeden Mittwoch, finden Sie nun wieder eine neue Folge unseres Podcasts online.
In dieser Kurzen Geschichte des langen Namens geht es um die Besitzerin der Sammlung des Zentrums für verfolgte Künste, die “Bürgerstiftung für verfolgte Künste – Else-Lasker-Schüler-Zentrum – Kunstsammlung Gerhard Schneider”.


In der dritten Folge unseres Podcasts geht es um ‘Korona und wie es 1943 Carl Rabus in der Isolation seiner Haft süßen Trost spenden konnte.

Deine Hände/ Dein Antlitz/ in einem Stück Glas –/ scherben gefangen/ rings um ist Not!,  [Originaltext von Lucien André, dt. Übersetzung von Carl Rabus ], Blatt 5 der 15-teiligen Folge Passion, Linolschnitt, 1945

Felix Nussbaum: Selbstbildnis mit Judenpass, um 1943, Öl auf Leinwand, 56,00 x 49,00 cm
Museumsquartier Osnabrück | Felix-Nussbaum-Haus.
Leihgabe der Niedersächsischen Sparkassenstiftung

In der zweiten Folge unseres Podcasts werden nicht nur die beiden hier gezeigten Selbstportraits thematisiert, sondern auch die Kunstgeschichte des beginnenden 20. Jahrhunderts und der kunsthistorische Umgang mit Werken der Zeit zwischen 1933 und 1945 – mit Künstler*innen und Werken unserer Sammlung.
Doch hören Sie selbst!

Carl Rabus: Selbst in Spiegelscherbe, um 1943, Öl auf Leinwand,
72,80 x 59,00 cm
Bürgerstiftung für verfolgte Künste | Else-Lasker-Schüler-Zentrum | Kunstsammlung Gerhard Schneider im Zentrum für verfolgte Künste

In der ersten Folge geht es um Carl Rabus’ Holzschnitt ‘Die Zeit steht still. Was ist Zeit? Warten, warten. Geduld ist alles!’ (1945) – doch seien Sie nun selbst ganz Ohr!

#stayhome #staytuned

Carl Rabus (1898-1983) aus der Folge ‘Die Passion’, 1945, Holzschnitt ‘Die Zeit steht still. Was ist Zeit? Warten, warten. Geduld ist alles!
From the sequence ‘The Passion’, 1945, woodcut ‘Time stands still. What is time? Wait, wait, patience is everything!’
Bürgerstiftung für verfolgte Künste, Zentrum für verfolgte Künste, Solingen

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