Ein offenes Museum für alle!

Ein offenes Museum für alle!

Entwicklung eines Maßnahmenkonzepts zur Barrierefreiheit, Zugänglichkeit, Inklusion, Diversität im Zentrum für verfolgte Künste Solingen

Für Museen ist es eine Verpflichtung, sich aktiv an der Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft zu beteiligen. Die Teilnahme an kulturellen Angeboten muss für jeden, unabhängig der sozialen und kulturellen Gruppe, der geistigen und körperlichen Voraussetzungen, möglich sein. Dies gilt besonders für ein Museum wie das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen. Das Zentrum für verfolgte Künste arbeitet das Schicksal und Werk von Menschen auf, deren künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten von den Diktaturen des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart blockiert, verhindert oder vernichtet wurden. Es bezieht sich im Kern auf die „Bürgerstiftung für verfolgte Künste—Else-Lasker-Schüler-Zentrum—Kunstsammlung Gerhard Schneider“ und setzt sich primär mit bildkünstlerischen und literarischen Werken auseinander, die politische und gesellschaftliche Ereignisse spiegeln. Es versteht sich als Aufklärungs- und Entdeckungsmuseum. Darüber hinaus ist das Zentrum eine gesellschaftspolitische Institution, die auf aktuelle Entwicklungen eingeht, zukünftige Herausforderung thematisiert und Werte einer pluralistisch-freiheitlichen Gesellschaft vermittelt. Das Zentrum ist geprägt durch bürgerschaftliches Engagement. Getragen von der Stadt Solingen und dem Landschaftsverband Rheinland ist es lokal und regional verwurzelt sowie international ausgerichtet. 

Das Zentrum für verfolgte Künste entwickelt jetzt Maßnahmen für eine offenere virtuelle und räumliche Zugänglichkeit. Das Konzept umfasst die Wege zum Museum, die Wegeführung im Museum, die Bildungs- und Vermittlungsangebote sowie die Ausstellungsgestaltungen. Inklusion betrifft alle – nicht nur Menschen mit Einschränkungen. Alle gewinnen, wenn eine öffentliche Institution die speziellen Bedürfnisse des Einzelnen berücksichtigt. Ziel ist im Zeitraum vom 1.7.2020–30.6.2021 ein Maßnahmenkonzept zur Barrierefreiheit, Zugänglichkeit, Inklusion, Diversität für unser Museum zu entwickeln. Basierend auf einem Zustandsbericht erarbeiten wir zielgruppenspezifische Maßnahmen und eruieren die Kosten sowie Umsetzbarkeit. Wesentlich hierbei ist die Zusammenarbeit mit Betroffenen und lokalen wie überregionalen Verbänden und Organisationen. 

Das Projekt wird ermöglicht durch die Förderung kultureller Netzwerke und kultureller Einrichtungen aus Mitteln der LVR-Sozial- und Kulturstiftung 

 

Projektleitung Claudia E. Friedrich, M.A.
Zentrum für verfolgte Künste
Wuppertaler Str. 160, 42653  Solingen
friedrich@verfolgte-kuenste.de
www.verfolgte-kuenste.com